{"id":2115,"date":"2025-05-20T15:41:44","date_gmt":"2025-05-20T13:41:44","guid":{"rendered":"https:\/\/scubi.stade.net\/?p=2115"},"modified":"2025-05-20T15:41:45","modified_gmt":"2025-05-20T13:41:45","slug":"ein-neuer-taucherfilm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/scubi.stade.net\/?p=2115","title":{"rendered":"Ein neuer Taucherfilm"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"189\" height=\"267\" src=\"https:\/\/scubi.stade.net\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/image-2.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2116\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt im Kino: &#8222;Last Breath&#8220;, eine englische Produktion vom vergangenen Jahr. Es geht um Berufstaucher in Bedr\u00e4ngnis. Der Film basiert auf einer &#8222;wahren Begebenheit&#8220;, einem Ungl\u00fcck von 2012. Die Regisseure Richard da Costa und Alex Parkinson haben die Geschichte vor ein paar Jahren unter dem Titel &#8222;Der letzte Atemzug &#8211; Gefangen am Meeresgrund&#8220; schon einmal f\u00fcr den TV-Sender &#8222;Netflix&#8220; als Dokumentation verfilmt. Jetzt folgt ein etwas aufw\u00e4ndigerer zweiter Aufguss, von Parkinson solo f\u00fcrs Kino gedreht. Mit Hollywood-Darstellern aus der zweiten Liga In den Hauptrollen: Finn Cole, Simu Liu, Woody Harrelson u. A, die bisher in eher zweitklassigen Produktionen zu sehen waren. <\/p> \n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/scubi.stade.net\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/image-3-1024x682.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2122\" srcset=\"https:\/\/scubi.stade.net\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/image-3-1024x682.png 1024w, https:\/\/scubi.stade.net\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/image-3-300x200.png 300w, https:\/\/scubi.stade.net\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/image-3-768x511.png 768w, https:\/\/scubi.stade.net\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/image-3.png 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Taucherfrust: Im Grundsatz folgt auch &#8222;Last Breath&#8220; diesem Credo des Genres: hei\u00dft: Tauchen ist immer super gef\u00e4hrlich. Dabei kann einem die Luft weg bleiben, wenn man sich sportlich \u00fcbersch\u00e4tzt, so im Taucher-Kult-Film &#8222;Le grand bleu\/Im Rausch der Tiefe&#8220;, in der Tiefe lauern schreckliche Geheimnisse, Monster, Seeschlangen und Haie (&#8222;Abyss&#8220;, &#8222;Die Tiefe&#8220;) oder man wird bei einer Tauchsafari von einer unachtsamen Schiffs-Crew im weiten Meer vergessen (&#8222;Open Water&#8220;). <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neu ist, das sich der Film &#8222;Last Breath&#8220; mit dem gef\u00e4hrlichen Berufsalltag von S\u00e4ttigungs-Tauchern besch\u00e4ftigt. Das gab es so bisher noch nicht im Spielfilm. Die Drehbuch basiert wieder auf dem Tauchunfall von 2012. Schlagzeilen machte das tragische Ereignis damals, weil einer der Taucher \u00fcberlebte, obwohl er \u00fcber 40 Minuten ohne Atemluft in 90 Meter Tiefe auf dem Grund der Nordsee lag! <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im neuen Film soll ein Montage-Team aus S\u00e4ttigungs-Tauchern in der st\u00fcrmischen Nordsee vor Schottland in 100 Metern Tiefe ein Kabel reparieren. Eigentlich eine Routineangelegenheit. Das Versorgungsschiff mit Druckkammer ist auf Position. Die Taucherglocke und die erforderlichen Ger\u00e4tschaften sind ebenfalls an Ort und Stelle. Der junge Chris (Cole) ist Berufsanf\u00e4nger und neu in der Runde von Veteranen, die \u00fcber den &#8222;Hans-dampf-in-allen-Gassen&#8220; nur m\u00e4ssig begeistert ist. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor es richtig los geht, zieht ein Unwetter auf: Chris und der erfahrene Taucher David (Liu) sind bereits in der Tiefe, als der Kapit\u00e4n des Schiffs den umgehenden Abbruch des Einsatzes anordnet. W\u00e4hrend David routiniert die R\u00fcckkehr zur Basis schafft, ger\u00e4t Chris auf Grund der ver\u00e4nderten Lage in Panik, dabei verheddern sich seine Versorgungsschl\u00e4uche und rei\u00dfen. Damit ist seine Versorgung mit Luft ebenso gekappt wie die Kommunikation mit Schiff und Glocke. Der Inhalt seiner Reserveflasche reicht nur f\u00fcr 10 Minuten. Nachdem an Bord des Schiffs auch noch ein Stromausfall die Elektronik lahmlegt, ist an eine schnelle Bergung des Tauchers nicht zu denken. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar gelingt es schlie\u00dflich, Chris an Bord zu holen, aber angesichts der verstrichenen Zeit, sind seine \u00dcberlebenschancen mehr als gering. Nachdem davon ausgegangen werden kann, dass das menschliche Gehirn bereits nach drei Minuten ohne Luft kollabiert. Gut zu wissen, dass Chris \u00fcberlebt&#8230; Eine kurze Mund-zu-Mund Beatmung reicht und der Junge ist wieder fit&#8230;. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Regisseur Alex Parkinson hat sich bei seinem Film redlich M\u00fche gegeben, das komplizierte Zusammenspiel von Mensch und Technik beim S\u00e4ttigungs-Tauchen allgemeinverst\u00e4ndlich zu erkl\u00e4ren, ohne das daraus Schulfunk wird. Zwangsl\u00e4ufig bleibt dadurch aber vieles bei &#8222;Last Breath&#8220; in der vagen Andeutung; etwa was es mit der Dekompression und dem Aufenthalt in einer Druckkammer auf sich hat. Was es f\u00fcr den menschlichen Organismus bedeutet, wenn ein Taucher in der Tiefe bei Dunkelheit  auf h\u00f6chstem taucherischem wie handwerklichem Niveau physisch und mental hart arbeitet. Meistens auch noch unter Zeitdruck. Diese Verk\u00fcrzungen machen den Plot des Films ziemlich un\u00fcbersichtlich. Immerhin wird gleich am Anfang darauf hingewiesen, das es sich bei &#8222;S\u00e4ttigungstauchen&#8220; um einen der gef\u00e4hrlichsten Jobs \u00fcberhaupt handelt. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Last Breath&#8220; laviert so zwischen Katastrophenfilm und Buddy-Movie mit harten M\u00e4nnern, die auch mal weinen d\u00fcrfen, mehr oder weniger hilflos hin und her. Regisseur Parkinson wollte einerseits vermeiden, die Beinahe-Katastrophe von 2012 rei\u00dferisch auszubeuten, mu\u00dfte aber versuchen, sein Publikum actionm\u00e4\u00dfig bei der Stange zu halten. Das ist schief gegangen, zumal die Story an sich wenig her gibt. Der Unfall selbst w\u00e4re schnell erz\u00e4hlt.  Zur Crux der Produktion tr\u00e4gt &#8211; trotz amerikanischer Beteiligung &#8211; auch ein sichtbar schmales Budget bei. Das Studio-Wasserbasin ist nicht zu \u00fcbersehen. Die Kunst der lustlos agierenden Schauspieler h\u00e4lt sich dabei in engen Grenzen. Zumal die Taucher-Darsteller in voller Montur nur einen schmalen Gestaltungsrahmen hatten. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterm Strich ist &#8222;Last Breath&#8220; ein daraus interessant missgl\u00fcckter Film, den der deutsche Filmverleih deshalb lieber versteckt. Obwohl ihn der englische &#8222;CineStar&#8220;-Mutterkonzern heftig bewirbt, wird &#8222;Last Breath&#8220; wohl nicht im Stader &#8222;CineStar&#8220;-Kino am Kommendantendeich zu sehen sein. Eine entsprechende Anfrage lie\u00df die \u00f6rtliche Theaterleitung bis jetzt unbeantwortet. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Trailer und eine Featurette gibt es bei &#8222;YouTube&#8220;. <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wesentlich interessanter ist der Dokumentarfilm &#8222;Last Breath&#8220; von 2019, der hierzulande nicht ins Kino kam und unter dem Titel &#8222;Der letzte Atemzug &#8211; Gefangen am Meeresgrund&#8220; nur bei &#8222;arte&#8220; zu sehen war. Es gibt ihn aber auf DVD &#8211; allerdings nur im englichen Original &#8211; im Internet. Der solide gemachte Film thematisiert am Beispiel des professionellen S\u00e4ttigungstauchens auch den schmalen Grad zwischen Ausbeutung und Selbstausbeutung in einem harten Gewerbe in einer Grauzonen \u00fcber und unter Wasser&#8230; <\/p> \n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <\/p> \n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" <p> Jetzt im Kino: &#8222;Last Breath&#8220;, eine englische Produktion vom vergangenen Jahr. Es geht um Berufstaucher in Bedr\u00e4ngnis. Der Film basiert auf einer &#8222;wahren Begebenheit&#8220;, einem Ungl\u00fcck von 2012. 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